Platinen selber ätzen – Teil 2

Wie in Teil 1 beschrieben habe ich mich entschieden, die Platinen nicht zu belichten. Statt dessen möchte ich das Layout auf eine Folie drucken und auf die Platine aufbügeln und dann ätzen. Den ersten (Fehl-)Versuch habe ich jetzt gemacht.

IMG_2850[1]Ich habe einfach einen Ausdruck einer Eagle-Datei auf eine Folie gedruckt (mit einem Laserdrucker), die Folie auf die Platine gelegt und gebügelt. Ganz so einfach ist es offensichtlich doch nicht. Denn wie man sieht ist das Layout an einigen Stellen zwar gut gelungen, insgesamt aber eher schlecht. Geätzt habe ich nicht, da es in diesem Fall wohl einfach Materialverschwendung gewesen wäre.

Was waren die Fehler und wie kann man es besser machen?

Zu erst der blödeste Fehler: Die Schrift ist spiegelverkehrt. Dieser Fehler ist aber auch am leichtesten zu lösen. Einfach beim nächsten Versuch das ganze Layout einmal spiegeln vor dem drucken.

Ein größeres Problem ist allerdings, dass die Leiterbahnen gar nicht / nicht unterbrechungsfrei übertragen wurden. Das kann verschiedene Gründe haben. Wie man sieht ist die Qualität oben rechts deutlich besser als unten links. Es könnte also daran liegen, dass ich nicht regelmäßig genug gebügelt habe. Also bei den nächsten Versuchen muss die Bügeltechnik optimiert werden. Eventuell könnte man auch auf ein Laminiergerät zurück greifen. Bei mehreren Durchläufen sollte auch eine relativ große Hitze erreicht werden.

Allerdings ist die Qualität auch oben rechts noch nicht zufriedenstellend. Ich vermute das liegt daran, dass der Toner wenn er schmilzt sowohl an der Platine als auch an der Folie haftet. Wenn man dann die Folie abzieht, dann bleiben Teile der Farbe auch an der Folie kleben. Dadurch ist das Layout auf der Platine ungleichmäßig. Vielleicht ist auch die Platine an den entsprechenden Stellen verschmutzt gewesen und deshalb hat die Farbe nicht gehalten. Beim nächsten Versuch wird also auf jeden Fall die Platine gründlich gereinigt. Das Problem mit der Folie lässt sich auch lösen. Einige Quellen im Internet sprechen davon, dass man das Layout auf eine Katalogseite drucken soll und dann auf die Platine bügeln soll. Das hat den Vorteil, dass man diese Seite nicht einfach nach dem Bügeln abziehen muss, sondern sie vorher mit Spüliwasser aufweichen kann und sie dann fast von alleine abgeht.

Bleibt zu hoffen, dass die Farbe dadurch besser auf der Platine haftet. Der Plan für den zweiten Versuch steht also fest.

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